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31. März 20266 Min. Lesezeit

Frag nicht nur, wie viel Rendite möglich ist

Hohe CAGR-Werte und spektakuläre Endvermögen sind verführerisch. Für ein reales Anlageziel ist aber wichtiger, wie häufig eine Strategie den benötigten Betrag innerhalb deiner verfügbaren Zeit erreicht.

Das Problem mit der Jagd nach Rendite

Menschen sparen nicht für eine abstrakte Prozentzahl. Sie wollen finanzielle Unabhängigkeit, Eigenkapital für eine Immobilie oder einen bestimmten Portfoliowert erreichen. Sobald das Ziel konkret ist, wird aus „Wie hoch war der Bestwert?“ die Frage „Wie wahrscheinlich war der Erfolg?“

Vier bessere Kennzahlen

  • Erfolgsquote: In wie vielen historischen Zeiträumen wurde das Ziel erreicht?
  • Zeit bis zum Ziel: Wie lange dauerte es im Median und im Durchschnitt?
  • Verteilung: Wie weit liegen typische und sehr gute Ergebnisse auseinander?
  • Abwärtsrisiko: Welche Verluste musste ein Anleger unterwegs aushalten?

Warum das bei gehebelten ETFs besonders wichtig ist

Hebel vergrößert nicht nur die mögliche Rendite, sondern auch die Streuung der Ergebnisse. Eine Strategie kann außergewöhnliche Bestwerte liefern und ein Ziel mit festem Termin trotzdem unzuverlässig erreichen.

Im Parallel-Backtest kannst du einen Zielwert festlegen. Das Tool zeigt Erfolgsquote sowie typische Dauer und macht aus einer Hoffnung eine überprüfbare Planungshypothese.

Vom Ziel rückwärts planen

Definiere Zielbetrag, Zeithorizont, Startkapital und realistische Sparrate. Vergleiche danach ungehebelte und gehebelte Varianten über alle historischen Startzeitpunkte. Eine höhere Sparrate oder mehr Zeit ist oft der verlässlichere Hebel als zusätzliches Marktrisiko.

Backtests liefern keine Wahrscheinlichkeit für die Zukunft. Sie zeigen aber, ob dein Plan nur in außergewöhnlich guten historischen Phasen funktioniert hätte.