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1. April 20267 Min. Lesezeit

Machen mich gehebelte ETFs zum Millionär?

Möglich ist es. Die nützlichere Antwort hängt jedoch von Startkapital, monatlicher Sparrate, Anlagezeitraum und der Bandbreite historischer Ergebnisse ab.

Möglichkeit ist noch kein Plan

In günstigen Phasen konnten gehebelte ETFs sehr stark wachsen. Ein einzelner erfolgreicher Backtest kann deshalb den Eindruck erwecken, eine Million sei beinahe unvermeidlich. Doch zwischen dem besten und dem typischen Startzeitpunkt liegen oft enorme Unterschiede.

Die fünf entscheidenden Größen

  • Startkapital und regelmäßige Einzahlungen
  • verfügbarer Anlagezeitraum
  • Hebel, Gebühren und Finanzierungskosten
  • Reihenfolge der Marktbewegungen
  • deine Fähigkeit, tiefe und lange Drawdowns durchzuhalten

Ein hoher Hebel kann fehlende Sparleistung nicht zuverlässig ersetzen. Regelmäßige Beiträge und Zeit lassen sich planen; Marktpfade nicht.

So testest du das Millionenziel

Setze im Tool für parallele Simulationen den Zielwert auf eine Million und trage deine realistischen Beiträge ein. Vergleiche Erfolgsquote, Median, schlechteste Zeiträume und Zielerreichungsdauer zwischen 1× und gehebelten Varianten.

Berücksichtige außerdem Kaufkraft: Eine Million in 25 Jahren ist real weniger wert als heute. Steuern und persönliche Handelskosten können das Ergebnis zusätzlich verändern.

Die ehrliche Schlussfolgerung

Gehebelte ETFs können den Weg beschleunigen, aber auch schwere Rückschläge und lange Erholungen verursachen. Eine sinnvolle Strategie ist nicht die mit dem spektakulärsten Endwert, sondern eine, deren Risiken, Sparanforderungen und historische Erfolgsquote zu deinem echten Ziel passen.