Gehebelte ETFs langfristig kaufen und halten
Buy and Hold mit gehebelten ETFs wird oft pauschal ausgeschlossen. Volatility Decay und Finanzierungskosten sind real, bedeuten aber nicht automatisch, dass eine langfristige Anlage scheitert. Entscheidend sind Marktverlauf, Hebel, Kosten, Anlagehorizont und die Fähigkeit, extreme Rückgänge auszuhalten.
Historische Backtests können diese Risiken sichtbar machen, aber keine Zukunftsrendite garantieren.
Die Grundlagen zuerst
- Verstehe die Pfadabhängigkeit und Volatility Decay.
- Untersuche positives Compounding in Trends.
- Lies, wie unsere Simulation Finanzierung und Kosten modelliert.
Mögliche Vorteile
Einfache Umsetzung
Ein ETF kann ohne Margin-Konto wie ein gewöhnliches Wertpapier gehandelt und häufig per Sparplan bespart werden.
Keine Nachschusspflicht
Im Gegensatz zu einem klassischen Margin-Kredit gibt es beim Halten eines ETF-Anteils normalerweise keinen Margin Call.
Skalierbare Finanzierung
Der Anbieter organisiert die tägliche gehebelte Exposition und bündelt Finanzierung und Derivate im Produkt.
Lange Simulationen
Historische Modelle machen sichtbar, wie sich gehebelte Strategien durch Crashs und lange Erholungsphasen bewegt hätten.
Was der Backtest seit 1885 zeigt
Das vereinfachte Modell eines täglich zweifach gehebelten S&P-500-Investments überlebt in der Simulation Depression, Ölkrise, Dotcom-Crash, Finanzkrise und Pandemie. Gleichzeitig treten zeitweise Verluste von fast 99 % und sehr lange Phasen der Unterperformance auf. Genau diese Spannweite ist wichtiger als der enorme Endwert.
Fazit
Der Backtest widerlegt weder Risiken noch beweist er eine zukünftige Überrendite. Er zeigt, dass eine pauschale Aussage wie „Volatility Decay frisst immer alles auf“ zu kurz greift. Nutze den parallelen Backtest, um nicht nur einen besonders günstigen Startpunkt zu betrachten.

